2 Woche

Montag, 8.6.

 
Um 6 Uhr läutet der Wecker. Mit der Zahnbürste bewaffnet geht’s zum waschen und Zähneputzen. Auf dem Weg dorthin teilt uns die Hausfrau mit, dass der Bus schon um 7 Uhr geht. Na bumm das wird eng. Schnell einen Kaffee machen, in die Wanderklamotten springen und mit dem Butterbrot, Zigarette, Wanderstöcken und Rucksack, der auch noch befüllt werden musste, zum Bus. Erwischt, wir fahren 4 Stationen, dann geht alles bergauf. Bis zur Hubalm war es noch ein recht gemütlicher Wanderweg. Dann kommt ein Schild wo drauf steht, “Rundweg”. Da müssen wir auch weiter und zwar zur Hühnerkaralm. Also was die Salzburger unter Rundweg verstehen, können wir Flachländler nicht wirklich nachvollziehen. Wie für Hühner ist der Steig zur Alm. Die Gegend aber wunderschön. An verschiedensten Gesteinsarten, Latschen, Kiefern, große Flächen von Preiselbeersträuchern, wo die Früchte zwar schon zu Sehen sind, aber noch nicht rot, ganz viel großer Enzian, kleiner Wiesenenzian und jede Menge Almrausch kommen wir vorbei. Leider blüht er noch nicht. Die Hühnerkaralm erreicht trinken wir dort einen Zirbenschnaps auch für Mama und Schiwasser. Nach einer guten halben Stunde wandern wir weiter zur Hühnerkarscharte. Leider dann schon alles in der Sonne. Oben angelangt ist die Aussicht ein Traum. Pferde, Kühe und weite endlos wirkende Almen. Nun geht’s nur mehr bergab. Bei der Modereggalm vorbei, die sowieso geschlossen ist, machen wir noch kurze Rast um etwas zu essen. Der Weg von dieser Alm hinunter allerdings grenzt an Frechheit. Schottrig, mit kleinen Ästen übersäht, Kuh- und Pferdekot, Erde, zum Teil nass natürlich und viele Streckabschnitte in der Sonne führt dieser in Serpentinen hinunter bis zum Talwirt. Davon hab ich den ur Muskelkater bekommen, mein rechtes Knie tut weh und einen Sonnenstich der sich gewaschen hat (hab natürlich keine Kappe getragen).
Zum Abendessen hab ich noch Wurstsalat für Wolfgang und Tomate Mozzarella für mich gemacht. Ich war voll erledigt. Nachdem wir mit unseren Campingnachbarn ausgiebig getratscht hatten und es dann doch schon recht kühl wurde bin ich mit Magenschmerzen und dicken Omasocken ins Bett gefallen. Eine Tablette dagegen, dann bin ich eingeschlafen.

Dienstag, 9.6.

 
Um 7.30 Uhr in der Früh ist das Wetter “na ja”. Die Berge rundherum sind in eine dichte Wolkendecke gehüllt. Hin und wieder ist zwar eine Lücke, wo die Sonne durchkommen mag, aber das hält sich in Grenzen. Also gut, was machen wir? Wandern? Bei diesen Wolken auf den Bergen und mit meinem Muskelkater? Beim Frühstück wird darüber entschieden. Brötchen zum Aufbacken in meinem kleinen “Backofen” Omnia, Wurst, Marmelade, Nutella, Butter und Kaffee dürfen zum ausgiebigem Frühstück nicht fehlen.
Die Entscheidung ist gefallen: Wir fahren heute schon weiter. Es geht über München und Nürnberg zur Therme Obernsees zum Schwimmen und relaxen.
Heute wird wieder gekocht. Nachdem leider den mitgenommenen Kartoffel zu warm wurde, mussten einige dran glauben und wanderten in den Bio. Der Rest wir heute mal gekocht. Zum Essen gibt’s aber ganz was anderes. Erdäpfelpürree von Clever, das echt gut ist und schnell geht. Dazu gibt’s einen faschierten Braten, der wie ein Rundling aussehen wird, nachdem er im Omnia gebraten wird. Oje, ich hab vergessen Wasser in den Omnia dazuzugeben. Na das wird alles kleben bleiben.
Kaum wollten wir uns zum Essen hinsetzen, bemerkten wir, dass von irgendwo Wasser von unter meinem Sitz herkam. Ich weiß zwar nicht genau was Wolfgang gemacht hat und was kaputt war, aber er hat einen Teil ausgebaut aber nix neues eingebaut. Hauptsache das Wasser läuft wieder dorthin, wohin es soll.
Ein kurzer Spaziergang bei 18 Grad und dann nix wie in unser Schnucki und Türen zu, bevor es zu kalt drinnen wird.

Mittwoch, 10.6.

 
Nach einem kurzen Frühstück öffnete schon um 9 Uhr die Therme. Ein paar Längen schwimmen, im warmen sprudelndem Wasser den Gedanken freien Lauf lassen und auf der zwar harten Liege ein Nickerchen machen. Dann war aber auch schon Zeit im Schnucki ein gutes Bapi zu richten. Gestern sind ja die Erdäpfel gekocht worden. Am Abend hat Wolfgang noch eine Blutwurst aus dem Gefrierschrank genommen. Na was hab ich leckeres gebruzelt? Ja genau, ein Blunzngröstl. Wolfgang isst das sehr gerne und die Zubereitung geht schnell. Zwar sind das uuuur viele Kalorien, aber ich mach das ja nicht jeden Tag.
Nicht einmal ein Kaffee ist sich mehr ausgegangen. Wegräumen, tanken, Kleinigkeiten wie Brot und Milch beim REWE besorgen und schon sind auf der Autobahn 400km vor uns. Das Wetter ist zum Autofahren gerade richtig. Nicht zu kalt und wenig Sonne.
Um spätestens 19 Uhr sollten wir in Wolfenbüttel sein. Dort dürfen wir unseren ersten Club in unserem Urlaub, die Wild Folks, besuchen. Es sollten noch drei weitere Clubbesuche folgen, leider haben uns die Clubs aus Hamburg und Greifswald noch keine Bestätigung geschickt, ob der Clubabend auch tatsächlich stattfindet.
Wolfenbüttel habe ich deshalb ausgewählt, weil es circa auf halben Weg nach Wilhelmshaven liegt.
Die Landschaft gen Norden ist sehr hügelig, sehr viele Wiesen und Wälder rundherum. Sogar bei der Stadt “Lederhose” sind wir vorbeigekommen. Und siehe da, blauer Himmel und die Sonne!!!
In Höhe von Magdeburg auf der einen Seite und Berlin auf der anderen ist die Gegend schon wieder viel flacher mit ganz vielen Sonnenkrafträdern.
Wir lassen Magdeburg und Braunschweig, die Städte liegen in Niedersachsen – genannt auch Land der Frühaufsteher – hinter uns. Nach sehr viel Verkehr und Baustellen auf den Autobahnen kommen wir um eine halbe Stunde zu spät zum Clubabend. Trotzdem brauch ich jetzt noch vorher eine Tasse Kaffee. Dort callt Tanja, eine Newcomerin erst seit kurzer Zeit. Wirklich ausgezahlt hat sich der Clubbesuch nicht, aber es war kein Umweg und wir haben einen weiteren Eintrag im Friendshipbook erhalten sowie ein Dangle erhalten. Nachdem wir absolut nicht gefordert wurden bleiben wir nicht über Nacht in Wolfenbüttel sondern fahren weiter. Über die Lüneburger Heide und Hannover geht’s auf der A2 weiter. Wenn wir bis Neßmersiel durchfahren würden, wären wir gegen 1 Uhr nachts dort, sagt zumindest unsere Tussi.
Beim Autobahnkreuz Hannover, Richtung Hamburg kommt es uns vor, wie wenn es erst gegen 20 Uhr ist. Es ist noch sehr hell, derweil zeigt die Uhr eigentlich schon 22.30 Uhr. Wird es bei uns zu Hause auch so spät ganz finster oder bleibt es so weit im Norden Deutschlands länger hell? Um Mitternacht erreichen wir den Autohof (Raststätte) Goldbach, aber ganz finster ist es noch immer nicht. Also nicht so wie zu Hause.

Donnerstag, 11.6.

 
Nach einer schlecht geschlafenen Nacht fahren wir nach einer Tasse Kaffee um 5.45 Uhr weiter. Die Frontscheibe unseres Schnuckis ist von den “Selbstmördern” schon so schmutzig, dass wir sie reinigen sollten.
Auf den heutigen Tag freuen wir uns besonders. Wir machen mit einem ausgebildeten Wattführer eine Wattwanderung. Dazu haben wir Traumwetter bestellt und auch bekommen.
Das Wattenmeer zählt zum UNESCO Weltkulturerbe.
Auf der Fahrt nach Neßmersiel ist wieder viel Verkehr und viele Lastwagen unterwegs. Die Landschaft ist flach und viele Kühe sind auf den Feldern schon zum Grasen. Auf der Bundesstraße dann viele nette kleine Ortschaften, alle Häuser aus Backstein, passieren wir. Schüler fahren mit dem Rad zur Schule oder stehen wartend bei der Bushaltestelle.
Juhu, ich hab das Meer (Nordsee) schon gesehen. Auf einem großen Parkplatz für Womos lassen wir unser Schnucki zurück und kaufen ein Ticket bis morgen früh. Ein traumhafter Ausblick bietet sich uns und Fotos werden gemacht.
Nachdem wir nicht gefrühstückt haben mach ich uns um 9 Uhr Mittagessen. Gemüse mit Gnocchis. Deshalb schon so zeitlich, weil die Wattwanderung schon um 11.30 Uhr beginnt. So, dann noch ein bisschen ausrasten.
Als wir angekommen sind um 8.45 Uhr war noch Flut und ein Schiff ist gerade angekommen. 1 1/2 Stunden später war schon Ebbe. Das Meer war fort.
Zeitgerecht erheben wir uns wieder aus der waagrechten. So, was ziehen wir jetzt an. Gott sei Dank habe ich nicht meinen ganzen Kleiderkasten mit. Also ziehe ich die schmutzige Wanderhose, die ich abgezippt habe, ein T-Shirt, Socken und die dicken festen Turnschuhe an. Dazu die Windjacke. Die braucht man da, es bläst einem der Wind ordentlich um die Ohren. Wolfgang ist gleich angezogen, hat aber den Vorteil, dass er Taucherschuhe anziehen kann, die er sich mal gekauft hat. In den Rucksack kommt ein Handtuch, Jogginghosen, Socken, Schuhe zum wechseln, zum Trinken, Geld und Fotoapparat. Beim Stand “Wattführungen Riecken” treffen wir die anderen Squaretänzer und Jens von den Ocean Waves, der die Wattwanderung organisiert hat. Martin, unser staatlich geprüfter Wattführer, ein Herr in gehobenem Alter, der Führungen durch das Watt schon länger als 30 Jahre macht, erklärt uns alles sehr ausführlich über den Nationalpark Wattenmeer mit seinen Salzwiesen, vom Leben im und auf dem Watt, Bedeutung der Seezeichen und von der Entstehung der Gezeiten (Ebbe und Flut). Die Strecke auf die Insel Baltrum ist ca. 6,5km lang. Dafür benötigen wir etwa 3 Stunden. Bevor die Wanderung losgeht sagt er noch, dass es besser wäre keine Turnschuhe anzuziehen, sondern nur Socken. Also gut los geht’s. Da bin ich dann erst auf die glorreiche Idee gekommen, meine stinkenden gebrauchten Wandersocken anzuziehen. Wolfgang war zwar nicht gerade begeistert, aber es gibt nix, was er für mich nicht tun würde, jettet zum Schnucki zurück, leert den Sack mit gebrauchter Wäsche aus und bringt mir die Socken. Jetzt aber noch einmal zum Schnucki zurück, sonst muss ich ja die Schuhe tragen. Martin hat auf uns gewartet, aber dann ging es los ins Watt. Durch zum Teil festem Sandboden, sehr glitschigem Schlick, der oft gut knöchelhoch dann doch war, aber auch durch das Riehl (Wasserrinnen die zu überqueren sind, die Kniehöhe erreicht haben), wo die Socken wieder wie Socken ausgesehen haben. Wie vorgesehen haben wir um 15 Uhr die Insel Baltrum erreicht. Nach einem Stau beim Füße waschen und Klo-Gang schlüpfte ich in die von Wolfgang im Rücksack getragenen trockenen Socken, Hose und Schuhe. Welche Wohltat. Schon 2 1/2 Stunden später saßen wir schon wieder auf der Fähre nach Neßmersiel zurück. Vorbei an der Insel Norderney, wo Seehunde zu sehen und fotografieren waren. Obwohl wir wussten, wie lange die Wanderung dauern wird, haben wir das voll unterschätzt, d.h. wir sind voll erledigt, uns ist eiskalt, weil die ganz Zeit der Wind geht und wir haben Hunger. Angenehm, im Schnucki hat es 30 Grad. Super zum Aufwärmen. Die nassen Sachen werden am Scheibenwischer getrocknet und drinnen machen wir uns eine Kleinigkeit zum Essen. Wolfgang meint, er könnte eine “ganze halbe Sau” essen.
Wir sind müde und fast am Einschlafen, deshalb beschäftigen wir uns mit wegräumen und Geschirrwaschen.
Auf diese Nacht freu ich mich schon, es wird erstens bald sein, dass ich schlafen gehe und äußerst ruhig.
Erwähnenswert ist noch folgendes: Man kann auf die Insel Baltrum mit dem Schiff fahren um dort Urlaub zu machen, dafür muss aber der Autoschlüssel beim Kauf des Tickets in Neßmersiel abgegeben werden.
Wir sind um zehn Uhr schlafen gegangen.

Freitag, 12.6.

 
Beim ersten Mal munter werden um 5.30 Uhr war es schon genauso hell wie gestern um 22 Uhr beim schlafengehen. Sehr komisch, wann war es wirklich finster? Egal wir haben gut geschlafen und sind erst um acht Uhr aufgestanden.
Nach einem gemütlichen Frühstück fahren wir zu einer Entsorgungsstation in Dornum. Dort steht, dass wir für 1,- Euro 65 Liter Wasser bekommen. Super, denken wir uns, aber nach höchstens 40 Liter ist Schluss = eine Frechheit. Wolfgang entleert noch unsere Toilette, und ich dachte mir, dass ich unsere “Selbstmörder” von der Frontscheibe, mit einem extra gekauften Glasreiniger, entferne. Ja dengste, ich bin zu kurz gewachsen. Ich komm da gar nicht hin und Leiter haben wir keine mit. Also bleiben Sie auf der Scheibe bis zum nächsten Tanken. Auf der Fahrt zum Südstrand in Wilhelmshaven (WHV) habe ich einen Garten gesehen, der voll mit Gartenzwergen war. Süß, ich möchte die aber nicht haben. Nachdem wir Zeit hatten sind wir am Strand entlang gegangen. Der Hunger hat uns diesmal in ein Selbstbedienungsladen an der Strandpromenade geführt. Wolfgang wollte unbedingt die Currywurst probieren, aber die war nicht wirklich das, was er sich vorgestellt hat. Ich habe mir “Kipplinge” mit Chips (Fisch and Chips) genommen. Das ist nix anderes als Chicken Nuggets nur mit Fisch. War aber lecker.
Ein Kaffeetscherl im Schatten neben dem Schnucki (es war ur heiß!) fuhren wir zur Schule, wo der Clubabend stattfindet.
Der Clubabend bei der Schule “Am Wiesengrund” war mit 100 Gästen sehr gut besucht. Nach einer netten Afterparty mit Grillwürstel ging es dann schon nach Mitternacht ins Bett.

Samstag, 13.6.

 
Heute beginnt das Fest pünktlich um 12.30 Uhr mit Plus, anschließend Mainstream. 3 Wohnmobile, die nebeneinander standen, hatten alle Fahrräder mit. Also hatten wir schnell ausgemacht, dass wir zum Tanz im Schlick, wo es noch ein extra Dangle gab, mit den Rädern fahren – Dauer ca. eine halbe bis dreiviertel Stunde. Spätestens um 15 Uhr war Abfahrt. Also “schnell” (was man halt unter schnell verstehen kann wenn man schwitzt und stinkt wie Sau), aus den Klamotten springen und in die dreckigen Sachen von der Wattwanderung hüpfen. Wanderhose, T-Shirt, Wandersocken und den Regenschutz nur zur Sicherheit. Schuhe brauch ich keine, hab eh die dicken Socken an. Kaum am Fahrrad beginnt es zu schütten. Na super. Schnell in die Regenhaut schlüpfen. Nachdem wir den Weg zum Südstrand mit dem Rad nicht kannten, sind wir halt einfach hinter den anderen hergefahren. Nach einer ca. dreiviertelstunde sind wir klitschnass dort angekommen. Na macht nix, werden ja im Schlick sowieso nass. Leider hat es zum Schütten nicht aufgehört. Michael Mühlhauer, unser Caller, stand unter mehreren großen Regenschirmen mit seiner Anlage und gab die Kommandos. Nachdem es leider nicht zum Regnen aufgehört hat musste es leider abgebrochen werden. Na das hat sich ausgezahlt. Nach nur 2 Tipps war der Tanz im Schlick schon wieder vorbei. Trotzdem ein Erlebnis, das man nicht vergisst. Also gut, Füße waschen, ah nein, Socken waschen ohne auszuziehen natürlich, weil ich ja mit den Socken gleich losgefahren bin, und wieder zurück radeln. Na da schau her, es wird heller, und wärmer.
Auf der Hälfte der Strecke zum Schnucki zurück war der ganze Quatsch mit Regen wieder vorbei. Klitschnass bis auf die Unterhose, vom Schwitzen und Regen, wollte ich nur noch unter die Dusche. Anschließend gab es Kuchen und Kaffee, der im Eintrittspreis enthalten war. Mit Teller, Häferl und Löfferl bestückt ging es zum Kuchenbuffet. Na bist gscheit, so viele leckere Kuchen und Torten, alle selbst gemacht. Nach 2 Tellern konnte ich nicht mehr und hatte aber nicht einmal noch alle gekostet. Wieder in unseren Kostümen ging es mit dem Tanzfest weiter. Wir haben sehr viel getanzt und es hat riiiiiiesig Spaß gemacht. Das norddeutsche Volk ist sehr nett, freundlich und hilfsbereit. Sehr gut verstanden haben wir uns mit Irma und Hennes von der High Speed Travelers. Sehr sympathisches 65-jähriges Ehepaar, wo sie sehr sehr dünn ist und immer “knuddeln” möchte. Auch dieses Fest geht zu Ende. Nach dem Umziehen in gemütliche Klamotten setzen wir uns noch zu einer Afterparty zusammen (Rainer, Birgit, das Wikinger Ehepaar, wo nur sie tanzt und er sie überall hin begleitet, Irma, Hennes, Wolfgang und ich). Eine total lustige Runde, wo wir gequatscht, geblödelt und Snips gegessen haben, wobei die Runde immer größer wurde. Schon wieder kurz nach Mitternacht ist schlafen angesagt. Von Rainer und Birgit verabschieden wir uns gleich, weil sie zeitlich am nächsten Morgen zurückfahren müssen.

Sonntag, 14.6.

 
Duschen, Frühstück und Wegräumen (es hat ja ausgesehen, wie wenn eine Bombe eingeschlagen hätte, passt außerdem überhaupt nicht zu mir) war samt Klogang in einer Stunde erledigt. Aber die Verabschiedung von den anderen hat sich natürlich hinausgezögert. Mittlerweile kamen auch schon wieder alle Squaretänzer zum Tanzen dazu. Na super, das Weiterkommen zog sich hinaus. Endlich alle verabschiedet gaben wir unserer Tussi die neue weitere Adresse bekannt und los geht’s auf die Autobahn. Hamburg ist unser nächstes Ziel. Juhu, Landungsbrücken, St. Pauli, Currywurst und Co, wir kommen. Um 14 Uhr erreichen wir unser Ziel Hammerbrook (außerhalb Hamburgs). Schnell Infos und Tickets bei der Rezeption holen. Bevor es Wolfgang zum daneben gelegenen Mc Donalds zieht, mache ich einen Wurstsalat. Alles da, Knacker, Zwiebel, Tomaten und zwei grüne Paprika. Schaut viel aus, aber die Schüssel wird, obwohl ich ein bisserl zu viel Wasser dazugegeben habe und er eigentlich fad schmeckte, leergegessen. Scheint so, als haben wir Hunger gehabt.
Eigentlich wollten wir einen Club in der Nähe vom Tierpark Hagenbeck besuchen. Das ist uns aber zu stressig, würden wir doch eine gute Stunde dorthin brauchen und auskennen tun wir uns auch nicht in dieser Stadt. Also wird der Clubbesuch auf ein andermal verschoben (der Clubabend ist von 15 Uhr bis 22 Uhr).
Sollten wir nicht mit dem Fahrrad fahren? Nein, viel zu umständlich und zu viel Arbeit die Fahrräder herunterzunehmen. Also gut, dann gehen wir zu Fuß. Wir wussten aber im Vorhinein schon, dass man schon bis zu den Landungsbrücken eine Stunde geht. Gesagt getan, eine Stunde hin, einen leckeren Kaffee in einem im Obergeschoß liegendem Kaffeehaus mit Ausblick auf die Elbe und den beiden Musicaltheatern (zur Zeit spielt es noch das Wunder von Bern und König der Löwen) genießen. Schön ist es hier. Ich war beim letzen Besuch von Hamburg vor zwei Jahren schon begeistert. Es hat sich nix geändert. ABER, ich hab KEINE Tasche bekommen. Ich wollte die gleiche grüne Tasche mit der Aufschrift Hamburg St. Pauli. Die gibt es nicht mehr. Na man kann ja auch nicht erwarten, dass es die gleichen Sachen noch immer gibt wie vor zwei Jahren. Es hat zwar nicht geregnet aber die Windjacke konnte man gut vertragen.
Danach ging es natürlich nach St. Pauli und zu Wolfgangs Lieblingswürsteleck vis a vis von der in Backstein neu errichteten Polizeistation, um eine Currywurst zu essen. Ich esse natürlich auch eine, das lass ich mir nicht entgehen. Uiiii die Sauce ist aber ganz schön scharf und dann noch das Currypulver drüber. Na Gott sei Dank ist eine mini Semmel dabei. Viel hat die Semmel aber nicht genützt. Mir brannte der ganze Mund und ich hauchte vor mich hin, wie wenn ich es wegblasen könnte. Na so ein Blödsinn. Zum Trinken wollten wir aber auch nix kaufen und mitgegangen ist auch nix. Irgendwann hat es dann eh aufgehört zu brennen, aber das hat lang gedauert. Macht nix, der Weg zurück war sowieso lang genug. Gegen 19 Uhr waren wir beim Schnucki zurück. Erst mal Durst. Ich war froh, uns beiden tun die Füße weh und sind müde. Wäre doch wohl sinnvoller gewesen mit dem Rad zu fahren. Für was haben wir sie denn mit? Der in der Nähe liegende Bäcker wird noch rasch ausgekundschaftet und ein Kaffee getrunken.
Gute Nacht, bin erledigt, morgen fahren wir wieder weiter.
Bin gespannt wie wir schlafen werden. Über den Stellplatz, der so ziemlich voll wurde (60 Stellplätze stehen zur Verfügung), fährt die S-Bahn nicht gerade leise drüber.
Da fällt mir noch etwas ein: Ich habe meinem Chef versprochen, ihm von verschiedenen Städten eine Ansichtskarte zu schicken, weil er die sammelt. Also habe ich die 3. Karte auf der Insel Baltrum gekauft. Ja dort hab ich aber nur die Ansichtskarte bekommen aber keine Briefmarke. Na dann hab ich sie halt mitgenommen. Am Südstrand in Wilhelmshaven, wo es auch jede Menge an “Klumpertgeschäften – Souvenirläden” gab hab ich dann eine Briefmarke kaufen wollen. Sagt mir die Verkäuferin dort, nein nach Österreich hat sie keine Briefmarken. Aha… Versteh ich nicht. Auf die Frage warum, sagt sie mir, sie hat nur Briefmarken im Wert von 45 Cent oder 62 Cent und nach Österreich kostet die Marke 65 Cent. Gut und jetzt? Ich nehm halt 2×45 Cent. Was soll ich sonst machen. Jetzt nur noch einen Briefkasten finden. Das war absolut nicht einfach, ich hab keinen gefunden. Hier in Hamburg bei den Landungsbrücken bin ich dann endlich die Karte losgeworden, naja besser als gar nicht – war eine schwere Geburt. Die letzte Karte bekommt er dann noch von Rügen, dann ist Schluss.

Resümee dieser Woche:

 
Es war eine geile Woche. Mit viel Spass, Muskelkater, relaxen, viel Bewegung und sehr vielen gefahrenen Kilometern haben wir auch diese Woche genossen.

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