26.10. bis 5.11.2017

Urlaub vom 26.10. bis 5.11.2017

So wie immer werde ich auch unseren heurigen Herbst Urlaub ein wenig festhalten.

Bis vor 2 Tagen ist noch nicht festgestanden, wo wir Urlaub machen werden. Ständig sind mir andere Ziele eingefallen. Natürlich soll es interessant sein, zum wandern oder spazieren geeignet, Wellness und das Meer zu sehen wäre auch nicht schlecht. Na gut dann hab ich mich mal für die Plitvitzer Seen in Slowenien interessiert. Da habe ich aber dann erfahren, dass die Campingplätze fast alle geschlossen sind und diejenigen die offen sind sehr weit weg sind. Auch der Shuttlebus ist zu dieser Jahreszeit eingestellt. Außerdem wenn das Wetter schlecht sein sollte ist es dort sehr ungemütlich. Na gut dann nicht. Anderes Ziel, nächste Idee. Lago Maggiore mit nördlichem Teil in der Schweiz, südlich Italien. Klingt gut. OK dann kauf ich einen Reiseführer und beginne zum Lesen. Aber auch dieses Ziel ist es nicht geworden. Schlussendlich hab ich mir dann vor zwei Tagen eine Liste gemacht, wo das wärmste Wetter die nächsten 14 Tagen sein soll. Auf der Liste standen Hermagor, Grado, Sexten bei den drei Zinnen, Lago Maggiore und der Gardasee in Italien.

So stehen wir heute auf dem tollen Campingplatz Schluga in Hermagor Kärnten. Zum aus rasten, erholen, bisserl wandern und relaxen im Wellnessbereich mit Sauna und Dampfbad bleiben wir 2 Nächte (Donnerstag bis Samstag). Da sagt der Wetterfrosch schönes Wetter voraus. Und tatsächlich konnten wir heute nach dem Ankommen am zeitlichen Nachmittag die Sonne genießen und auch draußen Mittagessen.Ich hab ganz vergessen zu erwähnen, das ist unser erster womo Urlaub mit Bella, die liebevoll von uns “Bipihendischnitzi” genannt wird.

Freitag, 27.10.2017

Schon beim Frühstück konnten wir Neulinge mit einem Wohnwagen beim Aufbau beobachten.
Dazwischen haben wir uns sportlich betätigt und sind vom Campingplatz zum Presseggersee, rundherum und wieder zurück gewandert. Nachdem wir gut 3 1\2 Stunden unterwegs waren konnten wir noch ein wenig die Sonne beim Schnucki genießen. Anschließend wurde gekocht (Blunzngröstl war Wolfgangs Wunsch). Beim Essen konnten wir dann schon beobachten, dass die Neulinge noch immer nicht fertig waren. Na schrecklich, wenn ich einen ganzen Tag für den Aufbau brauch, kann ich auch drauf verzichten.
Auch heute haben wir den Wellnessbereich genutzt und waren in der Sauna.
Und unser Bipihendi liegt uns ständig im Weg unter dem Tisch anstatt dass sie ihren mit meinen selbstgenähten dicken Decken ausgelegten Korb verwendet.
Morgen fahren wir weiter. Schau ma mal wo es hingeht und wo es uns gefällt.

Samstag, 28.10.2017

Abfahrt vom tollen Campingplatz um 10 Uhr nachdem Wolfgang noch unsere Toilette entsorgte. Über Kötschach Mauthen sind wir auf der Gailberghöhe auf der Höhenstraße spazieren gegangen. Der Halt auf der Gailberghöhe ist ein moderner Stellplatz terrassenförmig angelegt. Für einen Aufenthalt von ein paar Tagen geeignet. Durch Lienz in das Pustertal bis Sillian.
Warte, da war doch schon wieder das Ende von Sillian. Wenn wir weiterfahren kommen wir schon nach Italien. Bei der Seilbahn in Sillian war doch eine Abzweigung ins Villgratental (Osttirol). Gehört haben wir schon davon aber das war’s dann schon. OK schauen wir es uns an. Durch Ausservillgraten und Innervillgraten stehen wir auf einen Parkplatz eines Lokals in Kalkstein. Natur pur. Berge und das gefärbte Herbstlaub, Wälder und jede Menge an Wanderwegen erwarten uns. Schnell was futtern (Dillsauce mit Spätzle) und nix wie raus solange es nicht zu kalt ist. Bis zur Lipperalm-Schalleralm sind es nur 45 Minuten. Vorher noch ein Lichterl in der Kirche anzünden und los. Na servas der Weg ist aber ganz schön steil. Auf diesem Weg dürfte heute noch keine Sonne gescheint haben. Da gibt’s gefrorene Stellen. Ja da ist kalt, Ohrenschützer oder Haube wäre von Vorteil gewesen.
Das alles aber trotzdem heute bei schönstem Wetter und Sonnenschein. Kein Regen oder Sturm. Da bleiben wir stehen bis morgen früh.
Für unser Bipihendi ist auch alles interessant: Alles riecht anders, jeder Grashalm, Laubblätter oder Wasserbäche müssen begutachtet werden. Sogar ein Herrgottkreuz wird verbellt und ist ihr nicht geheuer. Heute dürften wir es geschafft haben – sie schläft in ihrem Korb schon kurz nach unserer Rückkehr.
Nach Kaffee und Kuchen ist auch Wolfgang müde und schnarcht mir was vor.
Das Womo-fahren kennt zwar Bella schon (Tanzfest in Salzburg) aber an die Abläufe muss sie sich noch gewöhnen. Bleibt ihr auch nix anderes übrig.

Sonntag, 29.10.2017

In der Früh hat es leicht zu regnen begonnen.  Außerdem war es “huschi”. Da bleiben wir nicht. Wir wollen noch warmes Wetter genießen. Wir fahren nach Grado, besser gesagt Mal in diese Richtung. Wer weiß was uns noch einfällt. Beim talauswärts fahren fällt uns es erst richtig auf, dass das Tal (abgesehen davon, dass für Wohnmobilisten absolut nichts getan wird – schade eigentlich) es nur Ferienhäuser und Ferienwohnungen gibt aber keine Hotels.
Schon kurz nach Sillian ist die Staatsgrenze zu Italien. Wir fahren (besser gesagt Wolfgang, ich schau und geb Kommentare ab) alles ohne die Autobahn oder Mautstelle zu passieren auf Schnellstraßen. Schau, da kommt eine Abzweigung zu den 3 Zinnen (Südtirol). Die nehmen wir natürlich. Auf der Passhöhe können wir schöne Fotos machen. Weiter geht’s durch viele bunte Wälder und vielen kleinen Ortschaften in Italien, die mich an die Sissifilme erinnern mit den kleinen Fenstern mit Holzläden außen drauf. Dazwischen wird natürlich auch gekocht und gegessen. Mein Schnuckipilot hatte Hunger und Fräulein Hund sollte sich auch die Beinchen vertreten.
Nach einer relativ langen Fahrt sind wir gegen 15.30 Uhr auf einem Stellplatz in Grado den wir vor ein paar Jahren zur gleichen Zeit angefahren haben angekommen. Ein kleiner Spaziergang beim Meer ist für unser Bipihendi der Spass. Vor lauter Freude springt sie im Sand wie ein “Gasbock” herum.
Da bleiben wir höchstwahrscheinlich bis Dienstag früh mit dem Ziel morgen nix zu tun.

Montag, 30.10.2017

Heute war das schönste Wetter. Nur Sonne und suuper warm. Besser hätten wir es nicht erwischen können.  Um halb 11 war ein ausgedehnter Spaziergang nach ausgiebigem Frühstück angesagt. Auf dem Weg in die Altstadt haben wir Peter Pfohl (einen Laienrichter) mit seiner Gattin getroffen. Zufällig. Gemeinsam haben wir uns zu einem Cafe am Hafen in die Sonne zum Plaudern gesetzt. Anschließend geht’s zum Strand. Um diese Zeit Ende Oktober Menschenleer. Man möchte sich gar nicht ausmalen wie viele Leute im Sommer da sich im Sand, Sonne und Meer tummeln.
Am Strand kann sich Bella wieder austoben. Zuerst mit Wolfgang der einen Tennisball mit hat. Anschließend lernen wir auch eine junge Hundedame kennen. Gemeinsam sprinten und düsen sie durch den Sand, im Meer und buddeln sich im eingetrocknetem Seetang. Dementsprechend wartete sie nach dem Zurückkommen nur noch auf ihr Fressen. Seitdem schläft und träumt sie.

Mittwoch, 1.11.2017

Gleich vorweg, nein ich hab gestern nicht vergessen etwas zu schreiben. Nachdem das Wetter weiterhin so schön geblieben und Bella sich am Strand mit anderen austoben konnte sind wir spontan einen Tag länger in Grado geblieben. Heute früh haben wir unsere Reise aber fortgesetzt. Wieder ohne Autobahnen zu benutzen sind wir Richtung Gardasee gefahren. Traumhafte Gegenden, die man auf der Fahrt auf Autobahnen nicht sehen würde. Zwischen Unmengen an Weinplantagen und Abzweigungen zu den Hausmeisterstränden (Lignano, Caorle, Bibione…) und schöne italienische Ortschaften in der Ebene sah man schon von weitem die Umrisse der nächsten hohen Berge. Im Trentino waren die Berge zum Greifen nahe und überwältigend. Nach gefühlten Millionen von Kreisverkehren war nach mehrstündiger Fahrt endlich der Gardasee zu sehen. Da wir morgen auf den Monte Baldo mit der Seilbahn fahren wollen war der erste Weg dorthin. Das war aber leider nicht möglich da es dort nur Parkhäuser gibt. Sprich… nix für Womo-fahrer. Also zurück bis zum erstmöglichen Stellplatz um dort die Nacht zu verbringen. Ja der war nicht zu übersehen, weil natürlich alle dort standen. Schau ma Mal wie lange wir dann zur Seilbahn gehen werden. Man glaubt ja gar nicht wie viele bei solch schönem Wetter unterwegs sind. Bis auf 2-3 Plätze alles voll. Schnucki direkt mit Blick auf den See abgestellt, spazieren, kochen und essen. Und unser Bipihendi – anstatt die ganze Fahrt zu schlafen, liegt sie zwischen unseren beiden Sitzen und hält krampfhaft die Augen offen.

Donnerstag, 2.11.2017

Also derjenige, der vor allem Wolfgang kennt, würde das nicht glauben: Wir sind tatsächlich um 8 Uhr abends schlafen gegangen. Wenn jemand glauben sollte, dass wir schon bald nach Mitternacht wieder munter waren, der irrt sich. Keinen Tag vor halb acht!
Den heutigen Tag haben wir natürlich im Freien am Berg verbracht. Es regnete zwar nicht aber leider den ganzen Tag Nebel und sehr diesig. Aber auch die Temperatur ließ zu wünschen übrig. Abgeschlossen haben wir das Schnucki um halb 10 und sind Richtung Seilbahn auf der Promenade gegangen.
Die Seilbahn Malcesine Monte Baldo war die erste Anlage der Welt mit Drehkabine, die in etwa einer Viertel Stunde mit Umsteigen bei der Mittelstation, den Gardasee mit dem Gipfel des Monte Baldo verbindet. Während der Fahrt kann man das Panorama um 360 Grad bewundern, von der mittelalterlichen Stadt Malcesine aus über in terassenförmig angelegten Olivenbäumen und mediterraner Vegetation bis auf 1800m. Oben angekommen war es so eisig kalt und extrem starker Wind, dass man glaubte im tiefsten Winter zu sein. Haube, Handschuhe und Schal wäre da nicht schlecht gewesen. Noch dazu hat man durch den starken Nebel nix gesehen. Schade, weil gerade hier oben der schönste Blick sein soll. Es kostete einige Überwindung jetzt da wirklich los zu gehen. Ja und wo gehen wir jetzt? Wanderplan hab ich in der Talstation schon gesucht. Bis Wolfgang eine Säule gefunden hat, die aussieht wie ein Kaugummi Automat, wo man 2 Euro reinwirft und dreht. Wir wollen bis zur Mittelstation gehen, sprich alles runter bis auf 600m und von dort wieder ins Tal mit der Seilbahn. Abgesehen davon, dass ich meine Knie überlastet habe war das eine sehr schöne Wanderung durch Eichen-, Kastanien-, Buchen- und Tannenwälder mit leider keinem guten Ausblick auf den See (nebelig).
Das Seilbahn fahren hat Bella überhaupt nicht gestört, dafür der Beißkorb, den sie tragen musste.
Zum Essen gab es die Reste der letzten Tage. Als Nachspeise dafür einen Topfenstrudel…

Freitag, 3.11.2017

Oh mein Gott hab ich einen Muskelkater!!! Stiegen runter steigen geht gaaaanz schlecht. Na das hat sich wieder ausgezahlt. Wem wunderts, waren doch mehr als 1000 Höhenmeter alles bergab.
Unser Urlaub geht dem Ende zu. Heute früh haben wir den Wind- und Skitesurfern beim starken Wind am Gardasee noch zugesehen. Auf dem Weg Richtung Norden auf der A22 in Italien und der Brennerautobahn in Österreich sind wir nur bei hohen Bergen vorbeigefahren. Herrlich diese Gegend. In Italien sieht man um diese Jahreszeit noch immer Apfelplantagen voll mit roten Äpfel sowie Erdbeerfelder die noch jede Menge rote Früchte tragen. Kurz nach der Mautstelle auf der Brennerautobahn sind wir abgefahren und haben sich das Stubaital angeschaut für einen eventuellen Wanderurlaub. Ein wunderschönes Tal. Bis zur Gletscherbahn etwa eine halbe Stunde. Allerdings nur was für Schifahrer. Dementsprechend zum Wetter waren die Parkplätze voll ausgelastet. Einen Campingplatz in Volderau sowie die Serlesbahnen und einer Seilbahn (direkt beim CP) haben wir gesichtet. Nun aber zurück auf die Autobahn. Ist noch ein weiter Weg bis zu unserem nächsten Ziel. In Bad Wörishofen wollen wir für ein paar Stunden in der Therme und Saunen die Seele baumeln lassen. Ein Stellplatz war Gott sei Dank schnell gefunden und Dank Stromanschluss können alle unsere Geräte wieder geladen werden.

Samstag, 4.11.2017

Heute steht die Geburtstagsfeier von Vroni und Steffi (gemeinsam feiern sie den 30er) in Oberammergau in Bayern am Nachmittag am Programm.  Frühstücken, Strom abstecken, tanken und für’s Frühstück am Sonntag einkaufen und los geht’s. Wir fahren etwa eine Stunde zu einem Parkplatz in Seeleiten (S’Platzl am See) wo ein Campingplatz auch wäre.  Ein Aufenthalt von mehreren Tagen wäre dort auch empfehlenswert, da einige Wanderwege dort beschrieben werden. Wir gehen ein wenig spazieren und fahren dann die 10 Minuten nach Oberammergau. Nach einem sehr netten Fest mit Livemusik, wo wir viele unserer Bekannten aus der Squaretanzszene wiedersehen und einem Heiratsantrag von Vroni an Steffi, fallen wir um ein Uhr früh müde ins Bett.

Sonntag, 5.11.2017

Gleich nach dem Frühstück um 9.00 Uhr treten wir unsere Heimreise an. Es liegen doch mehr als 600km vor uns. Außerdem sind wir abends zum Essen bei Robert eingeladen, der morgen Geburtstag hat.

Resümee:

Gefahrene Kilometer: 2533km
Wie viele Liter Diesel haben wir benötigt: 205,14 Liter
Geldausgaben (inklusive Straßengebühren in Italien, Mautgebühren, tanken und sonstiger Kleinkram): 350 Euro davon 249,77 Euro Treibstoff

Ein wunderschöner Urlaub, wo wir viel gesehen und gefahren sind. Auch Bella konnte sich austoben und war immer mit dabei.

26.10. bis 5.11.2027
Hermagor, Villgratental, Grado, Malcesine am Gardasee, Therme Bad Wörishofen, Stafflersee, Geburtstagsfeier Vroni und Steffi in Oberammergau

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